Grundgesetz
Die Klimarahmenkonvention
Das Kyoto-Protokoll
Klimaveränderungen
Zeitungsartikel






Grundgesetz

Grundgesetz, Artikel 20 A

Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen
Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen....

Die Klimarahmenkonvention

1992 fand in Rio de Janeiro der Erdgipfel der Vereinten Nationen statt. Dort wurde erstmals über ein weltweites Klimaschutzprogramm diskutiert. 154 Staaten unterzeichneten am Ende des Gipfels die Klimarahmenkonvention.
Inzwischen ist die Zahl der beteiligten Staaten auf 186 gewachsen.
Es wurde festgelegt, dass die beteiligten Staaten sich einmal pro Jahr treffen, um über die Maßnahmen zum internationalen Klimaschutz zu beraten. Die erste Klimakonferenz fand 1995 in Berlin statt, nach dem 1994 die Konvention in Kraft trat. Das Sekretariat der Klimakonvention hat seine Sitz in Bonn und umfasst ca. 150 Mitarbeiter. Deshalb ist Deutschland auch Gastgeber vieler Veranstaltungen und Konferenzen zum weltweiten Klimaschutz.
In der Konvention wurde folgendes Übereinkommen unterzeichnet:

Die Stabilisierung der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre auf einem Niveau zu erreichen, auf dem eine gefährliche anthropogene Störung des Klimasystems verhindert wird. Ein solches Niveau sollte innerhalb eines Zeitraum erreicht werden, der ausreicht, damit sich die Ökosysteme auf natürliche Weise den Klimaänderungen anpassen können, die Nahrungsmittelerzeugung nicht bedroht wird und die wirtschaftliche Entwicklung auf nachhaltige Weise fortgeführt werden kann. (Artikel 2, Klimarahmenkinvention)

Bereits 1995 wurde in Berlin festgestellt, daß die Verpflichtungen die festgelegt wurden nicht ausreichend sind. Daher sollte ein Protokoll vereinbart werden, dass beschreibt, wie die Länder ihre Treibhausgasemissionen reduzieren.
Ein Jahr später, also 1996 wurde in Genf vereinbart, daß die Reduktion von Treibhausgasen rechtlich verbindlich verankert werden soll.

Diese Forderung wurde im Kyoto-Protokoll niedergeschrieben.

Das Kyoto-Protokoll

1997 auf der 3. Klimakonferenz in Kyoto, Japan haben die Staaten sich verpflichtet ihre gemeinsamen Emissionen der 6 wichtigsten Treibhausgase im Zeitraum 2008 bis 2012 um mindestens 5% unter das Niveau von 1990 zu senken. Das Kyoto-Protokoll trat im Frühjahr 2005 in Kraft.

Die Staaten haben unterschiedliche Verpflichtungen übernommen, wobei Deutschland in der Reduktion die Spitze anführt. Andere Staaten halten ihr Niveau, und wiederum andere dürfen sogar ihre Emissionen ansteigen lassen.

Die USA stieg 2001 unter Georg Bush aus dem Kyoto-Protokoll aus. Die damals neu gewählte US-Regierung fühlte sich nicht verpflichtet das Protokoll mitzutragen, nachdem es von der Vorgänger-Regierung unterzeichnet worden war. Auch Australien beteiligt sich nicht an den freiwilligen Vereinbarungen.

Quelle: Erlanger Nachrichten 7. Juli 2005
Horst Haitzinger



Klimaveränderungen

Viele Details für die Umsetzung des Umweltschutzes lassen noch auf sich warten, und die Umsetzung des Vereinbarten ist für unsere Umwelt viel zu langsam.

Handlungsbedarf ist bei jedem einzelnen von uns angesagt. Wir müssen die Umwelt für unser Nachkommen schützen und erhalten. Die Nachhaltigkeit von Produkten und Bauten ist genauso wichtig wie das verantwortungsvolle umgehen mit Recourcen. Öl ist viel zu kostbar um es zu verbrennen. Dafür haben wir nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien. Unsere weltweiten Öl- Vorräte sind nicht nachwachsend. Sie sind unbedingt für unsere Nachwelt zu sichern.

Die regionalen Niederschlagsmuster verändern sich. Wir müssen damit rechnen, daß in Zukunft der Regen öfter und häftiger fällt (Starkregen, Fluten und Stürme), und trotzdem die Böden trockener werden. Der Verdunstungskreislauf wird global beschleunigt. Unsere Trinkwaservorräte sind bedroht. Bereits jetzt wird um Lizenzen für Wasservorräten gehandelt und Wasser wird eines Tages teuer werden. Die Anzahl der Menschen auf unserer Erde die von Wasserknappheit bedroht sind wird stark ansteigen.

Die Temperatur auf unserer Erde steigt langsam. Diese Klimaveränderung läßt sich an den Gletschern schon jetzt ablesen. Die Reaktionszeit eines Gletschers berägt 1-30 Jahre. In der Schweiz wird dies seit 1880 dokumentiert und ausgewertet. Die Gletscherschmelze wird den Meeresspiegel ansteigen lassen und bedroht so unsere tief liegenden Küstengebiete und Inseln. Bereits jetzt ist der Meeresspiegel um 10-20 cm angestiegen. In den nächsten 100 Jahren erwarten wir einen weiteren Anstieg um bis zu 90 cm.

Aufgrund der steigenden Erwärmung werden sich die Klimazonen verschieben, und die landwirtschaftlichen Nutzflächen nicht mehr zu nutzen sein wie wir es gewohnt sind. Dürren werden unsere Nahrungsmittelproduktion gefährden. Hitzewellen werden auch die Gesundheit belasten. Möglicherweise werden wir in Mitteleuropa mit Krankheiten wie Malaria und Dengue-Fieber kämpfen.

Handeln ist dringend angesagt.


Mit freundlicher Genehmigung von Horst Haitzinger





Zeitungsartikel

Quelle: Erlanger Nachrichten Juli 2005



           

Quelle: Erlanger Nachrichten Do 7. Juli 2005