Der EU-Gebäudeenergiepass
Wer darf Pässe ausstellen
Inhalt und Optik



Der EU-Gebäudeenergiepass

Die EU-Richtlinie für die "Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden" sieht für das Jahr 2005 die Einführung des Energiepasses für Gebäude vor.
Das gilt verbindlich für alle Mitgliedsstaaten.
Der Pass wird jedoch stufenweise eingeführt.

Ab dem Jahr 2008 braucht jede neu vermietete bzw. zu verkaufende Wohnung einen Energiepass.
Nach und nach werden so alle Gebäude einen Pass haben. Bei Mehrfamilienhäusern wird der Pass für das gesamte Haus ausgestellt. Das bedeutet:

Zieht ein Mieter aus, und die Wohnung wird neu vermietet, bekommt das gesamte Haus einen Pass.
Für Gebäude die nach Februar 2002 gebaut wurden gilt der EnEV-Nachweis, dessen Vorhandensein zwar oft von den Ämtern nicht geprüft wird, aber laut Baurecht verpflichtend existieren muss.

Der Pass wurde von der dena Berlin (Deutsche Energie Agentur) richtungsweisend entwickelt, und 2004 im Feldversuch erprobt.
Die Auswertung des Feldversuches ist seit Frühjahr 2005 abgeschlossen. Ein erstellter Pass hat 10 Jahre Gültigkeit.


Wer darf Pässe ausstellen

Um Pässe ausstellen zu dürfen, muss der Aussteller eine offizielle Zulassung besitzen.
Das Bauplanungsbüro Kurr war Teilnehmer am Feldversuch Gebäudeenergiepass.

Wir haben die offizielle Zulassung Pässe zu erstellen.


Inhalt und Optik

Optik

Kernstück des Passes ist der Energiekennwert in (kWh/m²a). Grafisch umgesetzt wird dieser Wert mit dem Energielabel. Davon gibt es zwei verschiedene. Das Skalalabel (Banner) zeigt mit einem Pfeil auf der Skala an, wie der Wert des Hauses sich darstellt. Dabei sind noch angegeben, wo sich ein Neubau befinden muss, und wo die Energiesparhäuser liegen. Möglich ist auch das "Kühlschranklabel". Viele Verbraucher kennen dieses vom Kauf elektrischer Geräte. Es enthält die Klassen von A - I, wo bei A die beste Klasse darstellt.

Inhalt

Der Energiepass enthält die Aussage über die energetische Qualität des Hauses. Beurteilt wird die Dämmung und auch die Heizungsanlage inclusive Warmwasserbereitung. Berechnet wird der Energiebedarf (siehe Lexikon) nach normierten Randbedingungen. Dies ist ein rechnerischer Wert, der Gebäude vergleichbar macht, jedoch nicht immer mit dem Verbrauch des Bewohners übereinstimmt, da es ein großer Unterschied ist, ob ein Haus von einer älteren Person bewohnt wird, oder aber von einer ganzen Familie. Der Bedarf berücksichtigt dies nicht, sondern geht von einer Nutzung aller Räume aus. Der Warmwasserbedarf wird pro m² gerechnet und nicht pro Person.
Da aber alle Gebäude nach diesen Randbedingungen berechnet werden, ist ein Vergleich möglich. Darüber hinaus finden sich Angaben über die CO2 Emissionen und Tipps zur Verbesserung sowie Erläuterungen der Fachbegriffe.

Grundlage für die Berechnung der Werte ist die Energieeinsparverordnung (EnEV)